Sonntag, 2. September 2007
Busfahrten
holzbauer, 00:05h
Busse sind das beste Verkehrsmittel hier um Staedte zu verbinden. Nachtbusse ersparen Hotelkosten und lassen noch bei Tageslicht ankommen. Tagbusse zeigen dir allerdings die vielen Landschaften und andere Gesichter Perus als jene, die man in den sicheren Teilen der STaedte, in denen wir so verkehren, zu Gesicht bekommen. So nehme ich dieses andere Peru auf der Busfahrt von Trujillo nach Chiclayo wahr. Wie die Fotos und Filmbilder, die man ueber den "anderen", aermeren Kontinent sieht, sehe ich aus meiner sicheren Busfensterscheibe und tauchte in die Welt der Fenstergalerie ein. Ewig lang fahren wir durch Wuestenstrassen und immer wieder kommen Siedlungen, komplett aus Adobeziegeln gebaut. Die Daecher der Haeuser sind aus Wellblech oder fehlen gaenzlich. Aufgrund dessen sehe ich immer wieder ins innere der Haeuser, in dem sich auf kleinstem Raum 10 bis 15 Personen befinden. Vor mir ein "Dorfplatz", 10 junge Burschen und Maenner stehen im Kreis und schauen voller Aufregung in die Mitte des Kreises. Was passiert hier? Der Bus faehrt weiter und ich sehe 2 Haehne streiten. Ein Hahnenkampf? Kleine, sehr dreckige Kinder spielen mit einem kaputten Reifen, ein junger Mann sitzt auf dem Boden, den Kopf zwischen den Haenden und starrt auf den lehmigen Boden, die Luft steht. Der Bus faehrt weiter. Wueste. Immer wieder sind kleine Haeuser mit Heiligenfiguren. Jedoch nicht aus Keramik oder Holz, sondern Plastikpuppen. Wueste und immer wieder diese Haueser, die schliesslich immer kleiner werden. bis sie kaum mehr Kniehoehe erreichen. Nach 2 STunden - Wueste - wieder eine einzelne Huette aus dem ein schwarzer STrubbelkopf seinen Kopf steckt. Weiter weiter geht die Fahrt, bis wir Chiclayo erreichen, eine Stadt, die wieder europaeisch ist, in der du alles Kaufen kannst. Bis zur naechsten Busfahrtengalerie.
Laura
Laura
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